Einfach und effektiv: Energiegemeinschaft gründen und nachhaltig leben

Was auf den ersten Blick herausfordernd klingen mag, ist eigentlich ganz einfach - wir zeigen Ihnen, wie Sie problemlos Ihre eigene Energiegemeinschaft gründen.

Gemeinsam in erneuerbare Energie investieren

Derzeit erleben wir in Österreich eine bemerkenswerte Wende hin zu einer umweltfreundlicheren und nachhaltigeren Energieversorgung. Besonders spannend ist die Entwicklung von Energiegemeinschaften, die nicht nur den ökologischen Fußabdruck verringern, sondern auch die lokale Gemeinschaft stärken. Die Idee hinter den Energiegemeinschaften ist einfach und doch revolutionär: Gemeinsam mit Ihren Nachbarn, Freunden oder lokalen Unternehmen investieren Sie in erneuerbare Energiequellen wie Solar-, Wind- oder Biomasseanlagen.

Der Weg zu Ihrer eigenen Energiegemeinschaft

Alles beginnt mit einer Vision: Ihre lokale Gemeinschaft soll energieautonom werden und dazu möchten Sie Ihre eigene Energiegemeinschaft gründen. Um Ihr Vorhaben zu realisieren sollten Sie im ersten Schritt das Gespräch suchen. Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn, lokalen Unternehmen und kommunalen Vertretern über Ihre Idee. Erfahrungsgemäß sind viele Menschen offen für nachhaltige Projekte und warten vielleicht nur auf einen kleinen Anstoß.
Um eine Energiegemeinschaft in Österreich zu gründen, ist es wesentlich, sich mit dem rechtlichen Rahmen, speziell dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) und dem Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz (ElWOG), vertraut zu machen. Diese Gesetze definieren nicht nur, was eine Energiegemeinschaft ist, sondern erleichtern auch deren Gründung und Betrieb. Es ist ratsam, sich in diesen Fragen gut zu informieren oder rechtliche Beratung zu suchen, um auf sicherem Boden zu stehen. Wir stehen Ihnen hier gerne zu Verfügung.
Energiegemeinschaften können in Österreich unterschiedliche Rechtsformen annehmen, wie Genossenschaften oder Vereine, je nachdem, welche Struktur am besten zu Ihren Zielen passt. Von der Auswahl der richtigen Struktur hängt viel ab, denn sie beeinflusst, wie Investitionen getätigt und Gewinne verteilt werden oder wie ein gemeinnütziges Projekt erfolgreich umgesetzt werden kann.
Zusätzlich sollten Sie die Unterstützung und Förderungen der österreichischen Regierung oder anderer Organisationen in Betracht ziehen, die Ihr Projekt finanziell oder durch Beratung vorantreiben können. Informationen zu solchen Leistungen finden Sie online.

Die Zukunft gestalten

Die Gründung einer Energiegemeinschaft ist mehr als nur ein Beitrag zum Umweltschutz. Es ist ein Schritt hin zu einer stärkeren und widerstands-fähigeren lokalen Gemeinschaft. Ihr Engagement trägt nicht nur zu einer nachhaltigeren Energieversorgung bei, sondern setzt auch ein Zeichen für gesellschaftliche Verantwortung und Solidarität.

In 5 Schritten Ihre eigene Energiegemeinschaft gründen

1. Ziele festlegen

Bevor Sie eine Energiegemeinschaft ins Leben rufen, sind grundlegende Überlegungen entscheidend. Klären Sie zunächst folgende Punkte:

  • Welches Ziel verfolgen Sie mit der Gründung der Energiegemeinschaft?

  • Welche bestehenden Anlagen zur Energieerzeugung gibt es, und besteht Bedarf oder die Möglichkeit, neue Anlagen zu errichten?

  • Wer wird Teil der Gemeinschaft sein, und wie passen Energieerzeugung und -verbrauch der Teilnehmer zueinander?

  • Ist die Einrichtung einer Energiegemeinschaft auf lokaler oder regionaler Ebene machbar?

  • Welche Optionen für die Abrechnung und die Festlegung des internen Strompreises innerhalb der Gemeinschaft stehen zur Verfügung?

Zur Beantwortung dieser Fragen empfehlen wir die Nutzung der Online-Tools der österreichischen Koordinationsstelle für Energiegemeinschaften oder  Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch mit uns, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen.

2. Rahmenbedingungen festlegen

Nachdem Sie die wesentlichen Fragestellungen geklärt haben, gilt es nun, die Rahmenbedingungen weiter zu präzisieren. Ein wesentlicher Schritt ist die Abstimmung mit dem Netzbetreiber, um folgende Aspekte zu klären:
Besteht die Möglichkeit, die Energiegemeinschaft (EG) lokal oder regional mit den vorgesehenen Mitgliedern zu realisieren?
Verfügt jedes potenzielle Mitglied der EG über einen einsatzfähigen Smart-Meter?
Anschließend ist es an der Zeit, die gesammelten Informationen in einem durchdachten Konzept zu verankern. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf:
Der Bestimmung der Art der Energiegemeinschaft,
Der Auswahl der geeigneten Organisationsform,
Der Gestaltung der Abrechnungsmodalitäten und des Strompreises innerhalb der EG.
Das Einbeziehen von Experten kann in dieser Phase von großem Wert sein. Wir stehen Ihnen gerne als erste Anlaufstelle zur Verfügung und unterstützen Sie bei der Suche nach weiteren Experten.

3. Verträge schließen

Im dritten Schritt gründen Betreiber und Teilnehmer gemeinsam die passende Rechtsform, wie beispielsweise einen Verein oder eine Genossenschaft. Dies verleiht der Gemeinschaft rechtliche Handlungsfähigkeit, ermöglicht die Beauftragung von Dienstleistern für den Ausbau und schafft die Basis zur Klärung des Verteilungsschlüssels und der Abrechnungsmodalitäten.
Bei der Wahl der Organisationsform sollten Aspekte wie Gründungsaufwand, Kosten, Teilnehmerzahl, Flexibilität bezüglich Mitgliederwechsel und Haftungsfragen beachtet werden.
Zudem ist die Registrierung der Energiegemeinschaft als Marktteilnehmer auf www.ebutilities.at erforderlich. Nach der Registrierung erhält die Gemeinschaft eine Marktpartner-ID (RC-Nummer), die für die offizielle Anmeldung bei dem Netzbetreiber notwendig ist.
Wir stehen bereit, um die Registrierung Ihrer Energiegemeinschaft zu übernehmen – kontaktieren Sie uns für Unterstützung!

4. Marktkommunikation & Inbetriebnahme

Durch den Abschluss des Vertrags mit dem Netzbetreiber wird die Anmeldung Ihrer Energiegemeinschaft formalisiert. Dieser Prozess teilt sich in zwei wesentliche Schritte:

  • Vereinbarung zwischen Ihrer Energiegemeinschaft und dem Netzbetreiber: Diese umfasst Details zu den Zählpunkten, wie beispielsweise Art und Kapazität der Energieerzeugung, sowie die Verteilungsmodalitäten und die Festlegung der Energiegemeinschaft als lokal oder regional.

  • Zusatzvereinbarung zum bestehenden Netzzugangsvertrag für die Teilnehmer: Jedes Mitglied der Energiegemeinschaft muss diese Vereinbarung im Kundenportal des Netzbetreibers bestätigen. Dies ermöglicht die Übermittlung der individuellen Erzeugungs- und Verbrauchsdaten an die Gemeinschaft. Eine frühzeitige Registrierung im Kundenportal ist empfehlenswert, um die Übertragung der Messwerte sicherzustellen. Da der Registrierungsprozess je nach Netzbetreiber variiert, ist es ratsam, sich rechtzeitig auf der entsprechenden Website zu informieren.

Die Vertragsdokumente werden vom Netzbetreiber erstellt und der Gemeinschaft zur Verfügung gestellt. Wir stehen Ihnen gerne zur Seite, um die Kommunikation mit Ihrem Netzbetreiber zu erleichtern und den Abschluss der Vertragsvereinbarungen zu unterstützen!

5. Betrieb & Verwaltung Ihrer Energiegemeinschaft

Im finalen Schritt erfolgt die Integration Ihrer Energiegemeinschaft in das System der Marktkommunikation, zum Beispiel durch Nutzung des EDA-Anwenderportals. Hierbei werden die Daten zu Energieerzeugung und -verbrauch innerhalb der Gemeinschaft übermittelt, die für Abrechnungszwecke unverzichtbar sind. Unser Online-Tool enox.share erleichtert Ihnen die Verwaltung und Abrechnung.
Der Netzbetreiber kümmert sich umgehend um die erforderlichen technischen Gegebenheiten, einschließlich des Einbaus von Smart Metern und der Sicherstellung einer verlässlichen Datenübertragung für alle angemeldeten Gemeinschaftsmitglieder. Mit diesen Vorbereitungen kann Ihre Gemeinschaft ihren Betrieb aufnehmen, beginnend mit den initialen Verbrauchs- und Einspeisezählern. Für Unterstützung und um alles Weitere für die Gründung Ihrer Energiegemeinschaft zu besprechen, stehen wir Ihnen zur Verfügung – kontaktieren Sie uns, um einen Termin zu vereinbaren. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

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